Interview mit Nachwuchssportler LUKAS GOAS

07.05.26 \\

Für seinen Traum hat Lukas Goas alles auf eine Karte gesetzt. Der junge Kanute aus Kanada trainiert inzwischen in Deutschland und hat große Ziele vor Augen. Im Interview spricht er über seinen ungewöhnlichen Weg vom Wasserspringen zum Kanusport, über die Unterschiede zwischen Kanada und Deutschland und darüber, warum die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles sein größter Antrieb sind. Unterstützt von EuroLam arbeitet er täglich daran, seinem Traum ein Stück näherzukommen.

Freitag, 20.03.2026. 11 Uhr | Olympiastützpunkt Potsdam | Interview mit Nachwuchssportler Lukas Goas und Geschäftsführer Henning Röper

HR: Hallo Lukas, schön dich zu treffen. 

LG: Ich freue mich auch, dass wir uns mal persönlich kennen lernen. 

HR: Wir freuen uns, dich heute an deinem Trainingsort zu besuchen und dich persönlich kennenzulernen. Als dein Sponsor möchten wir dich und deinen Alltag besser kennenlernen. Schon jetzt finden wir deinen bisherigen Werdegang sehr interessant. Erzähle uns doch mal, wie du zu diesem Sport gekommen bist.

LG: Bevor ich mit dem Kanufahren angefangen habe, war ich Wasserspringer. Ich bin vom Sprungbrett und vom Turm gesprungen und habe Saltos ins Wasser gemacht. Das habe ich sieben Jahre lang gemacht. Ich habe einige schlechte Erfahrungen mit verschiedenen Trainern gemacht. Ich habe sogar darüber nachgedacht, ganz mit dem Sport aufzuhören. Einer meiner langjährigen Freunde aus dem Sport betrieb Kanufahren in einem Verein in der Stadt, in der ich in Kanada lebe. Er sagte mir, ich solle es mal ausprobieren und schauen, ob es mir gefällt. Ich nahm einen Sommer lang an Sommercamps teil. Ich habe mich verliebt und seitdem nicht mehr aufgehört.

HR: Okay. Es scheint, als wäre es eine gute Entscheidung gewesen.

LG: Oh ja, das war es.

HR: Aber warum möchtest du zum Training nach Deutschland kommen?

LG: In meinem Verein in Kanada gab es eine hohe Fluktuation unter den Trainern. Die Gruppe ist im Laufe der Jahre viel kleiner geworden. Ich habe keine große, starke Gruppe von Männern, mit denen ich in der Kajak-Kategorie trainieren kann. Dieses Jahr habe ich an meinen ersten internationalen Wettkämpfen teilgenommen. Dabei ist mir aufgefallen, dass Deutschland sehr erfolgreich war. Mein alter Trainer hat immer davon gesprochen, wie großartig das deutsche System ist und wie erfolgreich die Deutschen in diesem Sport sind. Ich habe ihm gesagt, dass ich sehr gerne nach Deutschland kommen und mit ihnen trainieren würde. Für mich würde ein Traum wahr werden. Eines Tages bei einem Wettkampf, setzte sich meine Mutter neben Jeffrey Zubler, den Trainer, Milo, einen Kanuten, und dessen Familie. Sie kamen ins Gespräch und ehe ich mich versah, saß ich im Zug nach Deutschland und bin seitdem hier.

HR: Das klingt interessant! Wie sind deine Erfahrungen hier in Deutschland? Hast du in deinem Sport Fortschritte gemacht?

LG: Es war einfach unglaublich! Das Training hier ist viel besser als in Kanada. Die Jungs sind großartig – sehr hilfsbereit und respektvoll. Ich habe das Gefühl, ein Team und eine Gruppe von Menschen um mich zu haben, die alle große Ziele und Träume haben und die sich selbst dazu antreiben, die Besten zu sein. Ich glaube, dass mir der Aufenthalt hier wirklich geholfen hat.

HR: Wie sieht die Situation in Kanada und Deutschland aus? Du trittst natürlich gegen deine eigenen Teamkollegen an, weil du Kanadier bist. Du trainierst mit Deutschen. Ist das eine Herausforderung? Wie sieht es mit Sponsoren aus? Hast du Sponsoren, die dich unterstützen?

LG: Ja, EuroLam, natürlich. Ohne EuroLam wäre ich wohl nicht hier. Die Möglichkeit, hierherzukommen, hier zu leben und hier zu trainieren, ist von unschätzbarem Wert. Ohne diese riesige Chance, hätte ich mein Training nicht so ausbauen und intensivieren und meinen Fokus nicht so halten können.

HR: Fühlst du dich hier vollkommen integriert oder gibt es einen Unterschied, weil du gegen die Deutschen antrittst?

LG: Auch wenn ich Kanadier bin und wir gegeneinander antreten, finde ich, dass alle Jungs sehr nett und hilfsbereit waren. Auch sie wollen, dass ich mein Bestes gebe. Obwohl wir aus verschiedenen Ländern kommen, fühlt es sich an, als wären wir ein Team, und das ist wirklich toll.

HR: Ja, das klingt gut. Jetzt zu einer sehr spannenden und vielleicht interessantesten Frage. Was sind deine Ziele für die Zukunft?

LG: Mein Traum ist es, an den Olympischen Spielen teilzunehmen, vielleicht sogar 2028 in Los Angeles. Im Moment konzentriere ich mich jedoch darauf, als Sportler zu lernen und mich weiterzuentwickeln. Dank der Unterstützung von EuroLam und der Möglichkeit, hier in Deutschland zu trainieren, habe ich bedeutende Fortschritte gemacht. Ich bin fest entschlossen, mich jeden Tag zu verbessern und besser zu werden als gestern. Eine Teilnahme in LA 2028 wäre unglaublich und ein Traum, der wahr werden würde. Aber realistisch gesehen ist mein langfristiges Ziel, auf Brisbane 2032 hinzuarbeiten.

HR: Das sind ermutigende Worte zum Abschluss. Wir wünschen Dir viel Erfolg und freuen uns darauf, Dich auf diesem Weg als Ihr Sponsor zu begleiten und zu unterstützen.

LG: Vielen Dank.

HR: Wir danken Dir für deine Zeit und die interessanten Details für dieses Interview. Bis bald.

LG: Sehr gern. Vielen Dank.

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Friday, March 20, 2026, 11 a.m. | Potsdam Olympic Training Center | Interview with young athlete Lukas Goas and General Manager Henning Röper

HR: So, Lukas, nice to meet you. 

LG: Nice to meet you, too. 

HR: We look forward to visiting you at your training location today and meeting you in person. Not least as your sponsor, we’d like to get to know you and your daily life a little better, and we already find your journey so far quite interesting. Tell us, how did you come to this sport? 

LG: To my sport. So, before I started canoeing, I used to be a diver. I did springboard and platform diving, jumping off boards and flipping into the water. I did that for seven years. I've had a couple of bad experiences with coaches. I was even thinking about quitting the sport. One of my longtime friends from the sport did canoeing at a club in the city where I lived in Canada. He told me that I should come try it and see if I liked it. I came and did summer camps for one summer. I fell in love, and I haven't stopped since.

HR: Okay. It seems that it was a good decision. 

LG: Yes.

HR: But why do you want to come for training to Germany?

LG: So, at my club in Canada, we've had a lot of turnover with coaches. The group has gotten much smaller over the years. I don't really have a big, strong group of men to train with in the kayak category. This year, I competed in my first international competitions. I noticed that Germany was doing really well. My old coach always talked about how great the German system is and how good the Germans are at the sport. I told him that I would love to come to Germany and train with them. That would be my dream come true. One day at the competition, my mom sat down next to Jeffrey Zeidler, the coach; Milo, another athlete; and his family. They started talking. The next thing I knew, I was on a train to Germany, and I've been here ever since.

HR: That sounds interesting! How is your experience here in Germany? Have you advanced in your sport?

LG: It's been unbelievable! The training here is much better than it was in Canada. The group of guys is amazing - very supportive and respectful. It feels like I have a team and a group of people who all have big goals and dreams, and who are pushing themselves to be the best. I think being here has really helped me.

HR: What is the situation like in Canada and Germany? Of course, you’re competing against your own teammates because you’re Canadian. You train with Germans. Is that a challenge? What about sponsors? Do you have sponsors who support you?

LG: Yeah, EuroLam, of course. If it weren't for EuroLam, I don't think I'd be able to be here. The opportunity to come here, live here, and train here has been invaluable. It's been a huge opportunity to be able to come here and train.

HR: Do you feel completely integrated here, or is there a difference because you're competing against the Germans?

LG: Even though I am Canadian and we race against each other, I think all the guys have been super nice and supportive. They want to see me be the best I can be, too. Even though we're from different countries, it feels like we're one team, and that's really amazing. 

HR: Oh, that sounds good. And maybe the most interesting question. What are your goals for the future? 

LG: My dream is to compete in the Olympics, maybe even in LA in 2028. Right now, though, my focus is on learning and developing as an athlete. Thanks to the support of EuroLam and the opportunity to train here in Germany, I’ve made some significant progress. I’m committed to improving every single day and becoming better than I was yesterday. Competing in LA 2028 would be incredible and truly a dream come true, but realistically, my long-term goal is to work towards Brisbane 2032.

HR: Those are encouraging words to end on. We wish you every success and look forward to accompanying and supporting you on this journey as your sponsor. 

LG: Thank you.

HR: Thank you for your time and for sharing such interesting details in this interview. See you soon.

LG: Yeah, of course. Appreciate it.

 

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